Bern, 22 November 2007, 11:30
Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) verpflichtet Swisscom gemäss einer Verfügung, den alternativen Anbietern einen regulierten Bitstromzugang während vier Jahren anzubieten. Der Entscheid basiert auf einem Gutachten der Wettbewerbskommission, wonach Swisscom bei diesem Zugangsbereich marktbeherrschend sein soll. Swisscom ist anderer Auffassung: Der Infrastrukturwettbewerb spielt, Swisscom kann sich im Wiederverkaufsmarkt nicht unabhängig bewegen. Dank diesem Wettbewerb weist die Schweiz heute weltweit die dritthöchste Breitband-Internetnutzung auf. Swisscom wird die Verfügung im Detail prüfen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.
Die Wettbewerbskommission bezeichnet Swisscom als marktbeherrschend gegenüber den Wiederverkäufern, weil nur Swisscom, nicht aber die meisten Kabelnetzanbieter Angebote zum Wiederverkauf unterbreiten. Dafür darf Swisscom jedoch nicht bestraft werden. Die Kabelnetzbetreiber können selber seit Jahren Wiederverkaufsangebote machen.
Gute Breitbandabdeckung und -nutzung als Basis der Wissensgesellschaft
Im internationalen Vergleich kommt der Schweiz mit ihrer Breitbandabdeckung eine führende Rolle zu. Mit dem weiteren Ausbau der Swisscom Breitband-Infrastruktur baut das Land die Spitzenposition derzeit noch aus. Gemäss OECD liegt die Schweiz schon heute im weltweiten Vergleich auf Platz 3 der Nutzung von Breitband-Internetzugängen (DSL und Kabelnetze). Über 70% aller Schweizer Haushalte verfügen über einen schnellen Internet-Zugang.
Die sehr hohe Nutzung ist auch auf den funktionierenden Wettbewerb in unserem Land zurückzuführen: Die Schweiz verfügt über eine gute Abdeckung mit konkurrierenden Infrastrukturen von Swisscom und den verschiedenen Kabelnetzbetreibern. Die Breitband-Abdeckung liegt bei über 98% und wird weiter ausgebaut. Die von Swisscom verwendete DSL-Technologie ermöglicht Bandbreiten von bis zu 20 MBit/s.
Als Folge des Wettbewerbs der verschiedenen Infrastrukturen sind auch die Netzinvestitionen in der Schweiz sehr hoch: Für das Jahr 2006 ergibt sich eine Pro-Kopf-Investition von rund CHF 300. Dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt in der EU.
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