commonsErrorContainer
file
Eine Branche im Spannungsfeld zwischen Preiszerfall und Innovationsdruck

Ein einschneidendes Ereignis für den Schweizer Telekom-Markt im Jahr 2006 war der im März gefällte Entscheid des Schweizer Parlaments für eine Öffnung der letzten Meile. Damit haben die Wettbewerber von Swisscom im Kupferkabelnetz den vollständigen Zugang zum Teilnehmeranschluss, zu Kabelkanalisationen und Leitungen sowie den schnellen Bitstrom-Zugang zum Internet (dieser ist auf vier Jahre befristet). Die Entbündelung der letzten Meile gilt als wichtiger Schritt in Richtung einer vollständigen Liberalisierung des Schweizer Telekom-Marktes und soll den Wettbewerb unter den Anbietern intensivieren.

 

Die Branche wird weiterhin mit sinkenden Preisen zu kämpfen haben. Sie wird darauf nicht nur mit Massnahmen auf der Kostenseite reagieren müssen, sondern auch mit innovativen Angeboten, die den Telekom-Kunden Mehrwert bringen und entsprechend honoriert werden.

 

Festnetz und Mobilkommunikation sowie Internet und Fernsehen werden immer mehr zusammenwachsen, so dass Multimedia-Angebote markant an Bedeutung gewinnen. Mit dieser Entwicklung geht eine massive Steigerung der Nachfrage nach hohen Bandbreiten einher.

 

Langsamer als von vielen Branchenkennern erwartet, entwickelt sich die Telefonie übers Internet. Tatsächlich kann Voice over IP (Voip) im Hinblick auf die Stabilität und Verfügbarkeit des Sprachdienstes noch kaum mit der klassischen Telefonie mithalten.

 

Generell wird der Wettbewerb im Schweizer Telekom-Markt zunehmen. Behaupten werden sich auf die Dauer jene Anbieter, denen es gelingt, Privat- und Geschäftskunden mit attraktiven Produkten und Dienstleistungen zu bedienen und sie mit einer hohen Servicequalität längerfristig an sich zu binden.